Keramikrestaurierung

Dipl.-Ing. (FH) Restaurator Stefan Drescher

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Restaurierung von Tongut

Tongut steht als Synonym für Keramik mit porösem Scherben dazu gehört zum Beispiel Ethnokeramik – Keramik der Naturvölker – Steingut, Raku und die für Europa typischen Töpferware wie Majolika oder Fayence.

Für die museumsgerechte Restaurierung dieser Produkte kommen nur Kleber auf Lösungsmittelbasis in Frage. Würde man hier Epoxydharz verwenden kommt es im Bereich der Klebestellen zur Verfärbung des Scherbens auch unter der Glasur.

Für eine gebrauchsfähige „Reparatur“ von Tongut kommen Spezialkleber zum Einsatz, die den Belastungen typischer Gebrauchsbeanspruchung länger wiederstehen können.

Ergänzungen werden mit besonderen Kreidemischungen und wasserlöslichen Bindemitteln vorgenommen, die die Möglichkeit bieten, töpferwarentypische Strukturierung zu realisieren. Für die Retusche fehlender Dekoration kommen üblicherweise Acryl- und Aquarellfarben zur Anwendung, die durch einen anschließenden Kunstharzglasurüberzug geschützt werden. Auch Kunstharzgebundene Pulverpigmente werden hier eingesetzt.

 Kunst aus der Werkstatt Mutz